Die Geckos von Mahajanga

Die Stadt der Blumen


Wir waren 2018 das erste mal gemeinsam in Madagaskar und feierten dort unsere traditionelle madagassische Verlobungsfeier. Anschließend haben wir uns mit der Familie meiner Frau einen kleinen Urlaub in Mahajanga, im Nordwesten Madagaskars gegönnt. Die Ankunft war ziemlich witzig, die Story würde ich gerne mit euch teilen. Es gab zwei Bungalows, eines hatten wir gebucht und eines war zu der Zeit nicht in Benutzung. Allerdings hatte uns eben dieses, aufgrund des besseren Meerblicks, mehr gefallen. Wir konnten glücklicherweise spontan umbuchen. Also räumten wir unsere Sachen in das andere Bungalow und dann fing die lustige Geschichte an. Ich wollte eigentlich sofort zum Strand, wurde allerdings von meiner Frau in unserem Zimmer zurückgehalten, was ich zuerst gar nicht verstanden hatte. Was ich nämlich nicht wusste, dass einige Geckos es sich auf dem Balkon gemütlich gemacht hatten. In dem anderen Bungalow, hatten die Besitzer diese schon "weggefegt". In dem neu gebuchtem Bungalow, aufgrund des Leerstandes, allerdings noch geduldet. Die Familie meiner Frau hatte totale Panik und Angst vor den Geckos und die Sorge, sobald ich diese entdecken würde, ich dieselbe Angst und Panik verspüren würde. Während die Familie meiner Frau also in absoluter Vorsicht, den Geckos nicht zu nahe zu kommen, versuchten diese vom Balkon zu fegen, saß ich noch nichtsahnend in unserem Zimmer fest, voller Erwartung endlich zum Strand zu dürfen. Irgendwann wurde es mir dann aber doch zu doof und ich verließ das Zimmer und musste bei dem Anblick, wie die Besitzer des Bungalows mit der Familie zusammen versuchten, die Geckos panisch vom Balkon zu fegen, lauthals lachen. Anders als von der Familie gedacht, fand ich die Geckos eher faszinierend und süß, half aber trotzdem gerne beim runterfegen dieser quirligen Dinger. Fast drohte das Projekt allerdings zu scheitern, da ein ziemlich großes Exemplar in das Zimmer der anderen gehuscht kam.

Der Vorschlag, wir könnten das Gepäck für den Urlaub aufgeben, die Tür dauerhaft verschließen und alle in einem Zimmer übernachten (zu 7 in einem Bett, ja ne is klar), wurde von mir dann doch abgelehnt und todesmutig wie ich war, trieb ich wild fuchtelnd mit einem Besen den riesigen Gecko aus dem Zimmer. Ruhm und Ehre waren und sind mir bis heute gewiss.

Und das Gepäck war auch gerettet. Nach dieser guten Tat, durfte ich dann endlich zu dem wunderschönen Strand gehen und im Meer baden. Das hatten wir uns aber auch wirklich verdient 😉


Der Rest des Kurzurlaubes war dann relativ ruhig und wir konnten unter anderem die wunderschöne Küstenstadt Mahajanga besichtigen. Ein muss für jeden Reisenden. Zu erwähnen wäre zum Beispiel der riesige Baobab in der Mitte der Stadt. Es ist wahrscheinlich der älteste Baum auf Madagaskar, man schätzt sein Alter auf 800 bis 1000 Jahre. Um diesen mächtigen Baum zu umarmen br